Ökologisches Konzept
1.Vorgeschichte
Die DAV Sektion Tutzing unterhält am Fuße der
Benediktenwand in 1327 Meter Höhe seit über 90 Jahren
eine DAV Berghütte für Beherbergung und Gastronomie. Der
Ort ist nur zu Fuß auf Bergwegen erreichbar. Die Hütte
erfüllte seit Jahren nicht mehr die gesetzlichen Auflagen
hinsichtlich Hygiene der Küche, Getränke- bzw.
Lebensmittellagerung, Müllvermeidung, Sanitäranlagen
für Gäste und Personal, vorbeugenden Brandschutz,
Arbeitsschutz, Wärmeisolierung, umweltverträgliche
Energieversorgung, Raumangebot in Schlafräumen etc.
Schriftliche Auflagen der Aufsichtsbehörden des Landkreises,
rückläufige Übernachtungszahlen, steigende
Erhaltungskosten, wachsende Kritik von allen Seiten wegen
Umweltbelastung und Umweltgefährdung forderten vom
Eigentümer die komplizierte Planung
umfangreicher Maßnahmen zur Abhilfe. Nach
übereinstimmendem Urteil mehrerer unvoreingenommener Fachleute
waren nur mit einem Ersatzbau wirtschaftlich und technisch
zufriedenstellende Lösungen zu erzielen.
Im Dezember 1998 beschloß der Vorstand der Sektion Tutzing in
Abstimmung mit dem DAV Hauptverein den Ersatzbau der Tutzinger
Hütte.
2. Planung
Der somit geschaffene Planungsfreiraum erlaubte für die Schwerpunkte Bautechnik, Haustechnik und Energieversorgung den gegenwärtigen Stand der Technik bezüglich vorbeugendem Umweltschutz voll auszuschöpfen und alle Einzelprodukte genau aufeinander abzustimmen. Bei der Wahl der Baustoffe wurden bevorzugt Materialien verwendet, z.B. Holz, die umweltschonend hergestellt und verarbeitet werden können.Weil voluminöse oder schwere Gegenstände (über 120 kg) nur ein Hubschrauber zur Baustelle transportieren kann, mußte auf geringes Gewicht und handliche Größen besonders geachtet werden. Alle eingesetzten Stoffe sollen lange Lebensdauer bei geringem umweltverträglichem Erhaltungsaufwand bieten und müssen weitgehend wieder verwertbar sein. Ein wichtiger Aspekt war Energie zu sparen, wo immer sich eine Gelegenheit bot,z.B. durch Verzicht auf "Energiefresser" oder Wahl einer umweltfreundlicheren Technik. Statt mit Gas Strom zu erzeugen, um dann mit Strom zu heizen oder zu kühlen, kann mit handelsüblichen Geräten direkt mit Gas geheizt bzw. gekühlt werden. Bei Stromgeneratoren, die von Verbrennungsmotoren angetrieben werden, kann 2/3 der eingesetzten Energie für den allgemeinen Wärmebedarf einer Berghütte mit geeigneter Technik zurückgewonnen worden.